2020

Anpassung AHV Beitragssatz per 01.01.2020

Die Annahme des Bundesgesetzes über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) im 2019 führt unter anderem zur Erhöhung der AHV-Beiträge. Der Bundesrat hat beschlossen, das neue Bundesgesetz per 01.01.2020 in Kraft zu setzen. Der Beitragssatz von Arbeitgebern und von Arbeitnehmern erhöht sich demnach ab 01.01.2020 um je 0.15%.



2019

Neue Abgabe für Radio und Fernsehen ab 01.01.2019

Die neue Abgabe ist günstiger als die bisherige Empfangsgebühr: Jeder Privathaushalt zahlt 365 Franken im Jahr statt, wie bis anhin, 451 Franken.

Für Unternehmen mit Sitz in der Schweiz gilt ein abgestuftes Tarifsystem. Bei einem Jahresumsatz von mehr als 500'000 Franken werden umsatzabhängig zwischen 365 und 35'590 Franken pro Jahr fällig. Der Bundesrat bestimmt die Höhe sowie die Verteilung der Gebühren. Die Unternehmen erhalten von der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV automatisch eine jährliche Rechnung.


Digitalisierung der MWST - Abrechnung

Ab 01.01.2019 sind Beantragungen von Fristverlängerungen der MWST-Abrechnungen nur noch im Online-Portal ESTV Suisse Tax möglich. Das bisherige Papierformular für die Einreichung von Mehrwertsteuer-Abrechnungen wird bald abgeschafft werden. Seit zwei Jahren kann die MWST-Abrechnung bereits online eingereicht werden.



2018

Mehrwertsteuer: Neuerungen ab 01.01.2018

Das neue Jahr bringt verschiedene Änderungen bei der Mehrwertsteuer. Weil gleichzeitig auch die Steuersätze sinken, sind alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen betroffen.

Saldo- und Pauschalsteuersätze sind beliebt, weil sie die Abrechnung vereinfachen. Per 1. Januar 2018 werden auch acht der zehn Saldosteuersätze reduziert. Die neuen Saldosteuersätze finden sich unter estv.admin.ch, Rubrik Mehrwertsteuer. Ein allfälliger Wechsel vom Saldosteuersatz zur effektiven Variante ist bis Ende Februar 2018 möglich.

Ab 1. Januar 2018 ist es obligatorisch, die neuen Mehrwertsteuersätze auf den Rechnungen aufzuführen. Unternehmen kommen nicht darum herum, auf eine saubere Abgrenzung zu achten und die neuen Sätze nur für Leistungen ab dem 1. Januar anzuwenden. Um den Aufwand gering zu halten, sollte man jegliche Aufwendungen aus dem laufenden Jahr – auch Teilleistungen – zügig und mit Rechnungsdatum 2017 verrechnen. Für die Abrechnung sind die von der Eidgenössischen Steuerverwaltung entsprechend angepassten Formulare (gedruckt, online) zu verwenden.

Die Teilrevision des Mehrwertsteuergesetzes bringt per 1. Januar eher punktuelle Änderungen, die aber viele Unternehmen betreffen.

Steuerpflicht: Bisher wurde ein Unternehmen mehrwertsteuerpflichtig, wenn sein Umsatz in der Schweiz 100 000 Franken überstieg. Neu muss die Mehrwertsteuer entrichtet werden, sobald im In- und Ausland zusammen diese Umsatzschwelle erreicht wird (Steuerpflicht ab dem ersten Franken Umsatz in der Schweiz).

Margenbesteuerung: Kunstgegenstände, Sammlerstücke und Antiquitäten unterliegen neu der Margenbesteuerung. Seit 1995 konnte ein Unternehmen, das mit solchen Stücken handelt, einen fiktiven Vorsteuerabzug einsetzen. Künftig wird wieder die tatsächliche Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis besteuert.


Steuersätze ab 01.01.2018

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  Quelle: ESTV


Zeitfenster für straflose Selbstanzeige von ausländischen Bankguthaben schliesst sich

Ob die straflose Selbstanzeige eines Steuerpflichtigen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, beurteilt die kantonale Steuerverwaltung. Dies gilt auch für die Frage, ob diese Selbstanzeige tatsächlich aus eigenem Antrieb erfolgte oder ob die Steuerverwaltung von den zur Anzeige gebrachten Steuerfragen bereits Kenntnis hatte. Die Eidgenössische Steuerverwaltung gibt diesbezüglich schon einmal die Richtung vor: Für Steuerfaktoren, die dem automatischen Informationsaustausch (AIA) unterliegen, muss spätestens ab 30. September 2018 angenommen werden, dass die Steuerverwaltung davon Kenntnis hat. Deshalb ist nach Meinung der Eidgenössischen Steuerverwaltung ab diesem Zeitpunkt eine (straflose) Selbstanzeige für solche Einkommensfaktoren nicht mehr möglich.

Für dem AIA unterliegende Steuerfaktoren, die erst nach 2017 bestehen, und für Steuerfaktoren aus Staaten, die dem AIA später beitreten, gilt dies analog für den 30. September des Jahres, in welchem der diesbezügliche Datenaustausch (erstmals) stattfindet.

 

Neues Berechnungsmodell bei Teilerwerb und Invalidität ab 01.01.2018

Auch in Zukunft sollen die gesundheitlichen Einschränkungen einer Person in der Erwerbsarbeit und in der Haus- und Familienarbeit separat erfasst werden. Neu sollen für die Festlegung des Invaliditätsgrads von Teilerwerbstätigen die gesundheitlichen Einschränkungen in den beiden Aufgabenbereichen aber gleich stark gewichtet werden.

Die neue Berechnungsart trägt so zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Zudem erfüllt sie die Anforderungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, wonach die Berechnung zur Invaliditätsbemessung nicht diskriminierend ausgestaltet sein darf.

Die Änderung der Verordnung über die Invalidenversicherung soll auf den 1. Januar 2018 in Kraft treten, damit eine rasche Klärung der Rechtslage sowie eine einheitliche Anwendung der gemischten Methode sichergestellt werden kann.

 

Vereinfachtes Abrechnungsverfahren: ab 01.01.18 Voraussetzungen verschärft

Das vereinfachte Verfahren zur Abrechnung von Sozialversicherungs­beiträgen und Steuern steht den Arbeitgebern zur Verfügung, um geringe Lohnsummen abzurechnen. Die Praxis hat aufgezeigt, dass die Anwendung des vereinfachten Abrechnungsverfahrens teilweise zweckfremd angewendet wurde. Um dem ursprünglichen Gedanken des vereinfachten Abrechnungsverfahrens gerecht zu werden, werden nun gewisse Anwender von diesem Verfahren ausgeschlossen und müssen künftig den AHV-Ausgleichskassen gegenüber ordentlich abrechnen. Es sind dies namentlich Kapitalgesellschaften, Genossenschaften sowie Ehegatten und Kinder, die im eigenen Betrieb mitarbeiten.


Zahlungsverkehr – Umsetzung ISO-20022
Im Verlauf des Jahres 2018 wird der Zahlungsverkehr nach ISO-20022 eingeführt. Alle Unternehmen, die Überweisungen mittels EZAG oder DTA tätigen, BESR- oder VESR-Daten downloaden oder Rechnungen mit Einzahlungsscheinen selber drucken sind davon betroffen. Wir empfehlen Ihnen, mit ihrem Softwarelieferanten zu prüfen, ob die bei Ihnen installierte Softwareversion die Anforderungen erfüllt.